Hybride Präsenz und Zusammenarbeit in Europäischen Kollaborationsnetzwerken für Agile Arbeitsmethoden (PRAESCO) / PRAESCO
Das Projekt und seine Zielsetzung
Das Gesamtziel von PRAESCO ist die arbeitswissenschaftliche Erforschung von Asymmetrien bei hybrider Zusammenarbeit in Intra- und Interorganisationsnetzwerken und dessen Optimierung. Durch die Entwicklung und Konzeption einer portablen, interaktiven Unterstützungstechnologie werden empirische Befunde in strukturierten und unstrukturierten Kontexten hybrider Zusammenarbeit anhand zweier Use-Cases erhoben, um die Interaktion zwischen Menschen, Organisation und Technologie zu verbessern.
Die Projektidee von PRAESCO beruht auf Erkenntnissen, dass hybride Besprechungen eine ausgewogene Zusammenarbeit aller Beteiligten erfordern, um die Gefahr einer geringeren aktiven Teilnahme aufgrund physischer Distanz zu vermeiden. Es zeigt sich jedoch, dass hybride Konfigurationen zu Asymmetrien hinsichtlich der Group Awareness führen, wodurch wiederum auch die Vertrauensbildung und spontane Begegnungen erschwert werden können. Das PRAESCO Projekt möchte diesen Herausforderungen begegnen und die Projektergebnisse in Konzepte für die Gestaltung vertrauensbasierter hybrider Zusammenarbeit überführen.
Das Projektkonsortium besteht aus vier Partnern: Konsortialführer und technischer Partner ist die Technische Universität Dortmund. Der Partner für Organisationsentwicklung und Coaching ist die Colenet GmbH. Als wissenschaftliche Partner sind die Universität Siegen und das Institut Arbeit und Technik mit dem Forschungsschwerpunkt Gesundheitswirtschaft und Lebensqualität (G&L) beteiligt.
Das Vorgehen
Durch einen partizipativen Mixed-Methods-Ansatz wird eine digitale Unterstützungstechnologie entwickelt. Darüber hinaus werden die unterschiedlichen hybriden soziotechnischen Arbeitssysteme und die Wirkungsweise der Unterstützungstechnologie in zwei Use-Cases (strukturierte vs. unstrukturierte hybride Arbeit) erforscht. Der Forschungsschwerpunkt G&L fokussiert sich dabei auf zwei wesentliche Aspekte: 1) Die gesundheitlichen Auswirkungen von hybrider Zusammenarbeit und 2) die ELSI-Forschung (ethisch, rechtliche, soziale Implikationen), wobei durch iterative Analysezyklen eine Bewertungsmatrix kontinuierlich angepasst und spezifiziert wird, um wichtige Implikationen für das Projekt frühzeitig ableiten zu können.
Das Projekt „PRAESCO“ wird im Rahmen des Programms „Zukunft der Arbeit“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.
