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„Gute Bildung für alle“

Diskussionsveranstaltung am Institut Arbeit und Technik brachte Schüler als Experten und Bildungsfachleute zusammen

Pressemitteilung vom 23.02.2011
Redaktion: Claudia Braczko

Am Institut Arbeit und Technik (IAT) in Gelsenkirchen kamen jetzt diejenigen ins Gespräch, die in der deutschen Bildungsdebatte sonst nicht zueinander finden: 50 Schülerinnen und Schüler diskutierten mit Bildungsfachleuten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft über „Gute Bildung für alle!“ – wie lässt sich das an unseren Schulen verwirklichen? Die Jugendlichen der Klassen 9 bis 13 aus Haupt-, Real-, Gesamtschulen und Gymnasien in Gelsenkirchen hatten hier Gelegenheit, ihre Erfahrungen und ihre Änderungsvorschläge zu vermitteln.

„Die Forderung nach guter Bildung für alle hat viele Facetten“ fasste Dr. Michael Krüger-Charlé als Organisator vom IAT-Forschungsschwerpunkt Wissen und Kompetenz die Ergebnisse zusammen. Lob gab es für die fundierte und sachkundige Diskussion, in der aber auch mal „Fronten aufeinander krachten“, etwa über Sinn oder Unsinn der Gemeinschaftsschule. Immerhin war man sich einig, dass eine frühzeitige Aufteilung auf Schulformen zu mancher Bildungsungerechtigkeit führt. Und: Wie hilft man Schülerinnen und Schülern aus bildungsfernen Schichten, deren Eltern wenig vom Wert einer guten Schulbildung vermitteln können? Unterschiedliche Lernniveaus hingen zudem nicht nur von der Schule, sondern auch von den Lehrern ab – deren Ausbildung sei manchmal verbesserungswürdig, meinen die Jugendlichen.

Die Bildungsexperten erfuhren aber auch, wo ganz persönlich der Schuh drückt: hoher Leistungsdruck in der Schule macht zu schaffen, ebenso aber auch mangelnde Motivation. Alle Schülerinnen und Schüler sahen sich konkret mit dem Problem der Berufswahl konfrontiert – jetzt bald oder in wenigen Jahren. Wie viel Eigeninitiative ist nötig, wer kann bei der Berufsorientierung helfen? Mehr Informationsangebote aus Wirtschaft, Industrie, Handwerk und ihren Verbänden wünschen sich die Jugendlichen, denn die Praxis sei der beste Ratgeber.

Für weitere Fragen steht Ihnen zur Verfügung:

Michael Krüger-Charlé