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Gesundheitsbezogene Apps auf dem Vormarsch!

Pressemitteilung vom 19.11.2010
Redaktion: Claudia Braczko

Im nächsten Jahr wird jedes dritte verkaufte Mobiltelefon ein Smartphone sein. Mit der Entwicklung von so genannten Apps, also Programmen, die über einen Onlineshop auf das Endgerät geladen werden können, hat sich ein neues Wirtschaftsfeld ergeben, das rasante Wachstumsraten vorweisen kann: In Deutschland lag der Umsatz, der mit mobilen Apps im Jahr 2009 erzielt wurde, bei 190 Millionen Euro. Für 2010 wird ein Umsatz von 343 Millionen Euro prognostiziert.

Für den Bereich der Gesundheit ergeben sich sowohl für die Wirtschaft als auch für die Konsumenten ungeahnte Möglichkeiten. Schon jetzt informiert sich bereits mehr als die Hälfte der Bundesbürger über Gesundheitsthemen online. Daran haben auch Apps einen nicht zu unterschätzenden Anteil, der mit der Weiterverbreitung von Smartphones in naher Zukunft steigen wird. Momentan spielen gesundheitsbezogene Apps noch eine eher untergeordnete Rolle. Ein Blick auf die Wachstumsraten der vergangenen Monate zeigt aber einen rasanten Anstieg der Neuentwicklung: Im Apple Store hat sich beispielsweise die Anzahl im Zeitraum Februar – September 2010 um fast 3.000 Apps auf 7.136 erhöht.

Generell lassen sich die beiden Themenschwerpunkte „Medizin“ und „Lifestyle“ identifizieren. Ob Gesundheitslexikon, Fachinformationen für medizinisches Personal, Blutdrucktagebücher, Yoga-Übungen oder Laufdatenanalyse mit Hilfe von GPS – die Anwendungsfelder sind nahezu unbegrenzt. In Deutschland beschränkt sich das Angebot meist noch auf die reine Informationsebene. Ein Blick über den Tellerrand hinaus zeigt allerdings, dass die Zukunft der Apps auch die Interaktionsebene erreicht: Apps, die medizinische Daten von Patienten bündeln und an Gesundheitszentren weiterleiten, oder Videokonferenzen mittels Smartphones sind in anderen Ländern bereits erfolgreich erprobt und in die Tat umgesetzt.

Publikation zum Thema:

Enste, Peter / Merkel, Sebastian / Romanowski, Sascha
2010: Gesundheit aus der Hosentasche? Chancen und Grenzen gesundheitsbezogener Apps. Internet-Dokument. Gelsenkirchen: Inst. Arbeit und Technik. Forschung Aktuell, Nr. 13/2010 PDF

Für weitere Fragen stehen Ihnen zur Verfügung:

Peter Enste
Sebastian Merkel