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Wirtschaftsförderung als wissensbasierte Dienstleistung / WIWIBAD

Ziel und Aufgabenstellung

Eine den ökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gerecht werdende Wirtschaftsförderung jenseits von klassischer Standort- und Ansiedlungspolitik ist eine komplexe, wissensintensive Aufgabe. “Netzwerkmanagement”, “Clusterentwicklung”, “lernende Region”, “endogene Stadt- und Regionalentwicklung” oder “wissensbasierte Infrastruktur” stehen zentral in der aktuellen Diskussion. In der Praxis zeigt sich allerdings, dass die sich hieraus ergebenden konzeptionellen und organisatorischen Konsequenzen nur unzureichend zu integrierten Strategien umgesetzt werden. Viele dieser Überlegungen sind zwar in Einzelprojekte eingegangen, jedoch ohne das dabei erhaltene Erfahrungswissen systematisch aufzuarbeiten und den wirtschaftsfördernden Akteuren dauerhaft zur Verfügung zu stellen.

Regionale Wirtschaftsförderung ist eine öffentliche Dienstleistung, die Wissen über die wirtschaftlichen Potenziale und Handlungsmöglichkeiten in der Region sowie über die regionalen Grenzen hinaus benötigt. Dieses Wissen ist fragmentiert, unter den regionalen Akteuren verteilt und nur durch Zusammenführung und Kooperation nutzbar.

Im Rahmen des Projektes wurden daher neue Konzeptionen und Gestaltungsmöglichkeiten für den Austausch von innovationsrelevantem Wissen in der regionalen Wirtschaftsförderung entwickelt. Da eine solch komplexe Aufgabenstellung nur mit Hilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnologien effektiv gestaltet werden kann, ist es Gesamtziel des Projektes, ein integriertes Angebot für regionale und lokale Wirtschaftsförderung hervorzubringen, das eine inhaltliche Konzeption mit dem Einsatz interaktiver Informations- und Kommunikationstechnologien verknüpft.

Vorgehen

Das unter aktuellen Rahmenbedingungen veränderte Produkt Wirtschaftsförderung wurde in einem ersten Schritt konzeptionell als wissensbasierte Dienstleistung entwickelt.

Die so erarbeitete Produktkonzeption wurde daraufhin modellhaft mit zwei als Praxispartnern agierenden Einrichtungen der Wirtschaftsförderung in Gelsenkirchen und im Rheinisch-Bergischen Kreis umgesetzt. Dies umfasst neben der inhaltlichen und organisatorischen Konzeption auch die Entwicklung und den Aufbau entsprechender IuK-Infrastrukturen und Telekommunikationsdienstleistungen.

Auf Grund der so gewonnenen Erfahrungen wurde ein Beratungs- und Fortbildungspaket entwickelt, das Fragen der strategischen und organisatorischen Ausrichtungen mit dem Einsatz IuK-gestützter Instrumente verknüpft.

Rückkopplungseffekte sowie die Bereitstellung relevanter (Zwischen-)Ergebnisse wurden durch einen begleitenden Steuerungskreis, eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit, die Durchführung und Dokumentation von drei Tagungen sowie die Präsentation des Projekts auf (inter)nationalen Fachtagungen sichergestellt.