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Innovationsschwerpunkte in Gelsenkirchen - Strategien für eine Profilierung der Stadt Gelsenkirchen und ihrer regionalen Verankerung / INNOGelsen

Ziel und Aufgabenstellung

Angesicht der globalen wirtschaftlichen Veränderungen sollten sich Städte und Regionen mit spezifischen Kompetenzen profilieren, um den ansässigen Unternehmen ein innovatives Umfeld zu bieten und den Standort für Ansiedlungen im Umfeld dieser Kompetenzen attraktiv zu machen. Denn selbst bei global agierenden Unternehmen bildet die Marktnähe und vor allem auch die Nähe zu Leitmärkten immer noch das zentrale Motiv für Standortentscheidungen von Unternehmen. Seit einigen Jahren spielt auch die innovative Kompetenz von Standorten eine wachsende, künftig wohl noch deutlich steigende Rolle.

In diesem Projekt wurden für die Stadt Gelsenkirchen Kompetenzen herausgearbeitet und entwickelt, die langfristig als Innovationsschwerpunkte und damit als Motoren für die wirtschaftliche Entwicklung dienen können.

Mit Abschluss des Projektes wurde damit für die Wirtschaftsförderung eine fundiertere Kenntnis der vor Ort vorhandenen Kompetenzen und deren Entwicklungspotential möglich. So können hier Prioritäten gesetzt und notwendige Maßnahmen strategisch gebündelt werden, um eine zielgerechte Bestandspflege wie auch Ansiedlungspolitik umzusetzen.

Für die Unternehmen erfolgte ein Beitrag auf dem Weg zur Entwicklung eines innovativen Rahmens, der ihnen Informationen über die vor Ort bereits vorhandenen Kompetenzen und die Schließung möglicher Kompetenzlücken bietet, für die einzelnen Innovationsschwerpunkte kompetente Ansprechpartner und Moderatoren zur Verfügung stellt und über gemeinsame Projekte einen Rahmen für die Erschließung neuer Geschäftsfelder bietet.

Vorgehen

Das Projekt war als Rahmenprojekt angelegt, das erste Impulse für die Entwicklung von Innovationsschwerpunkten setzt. Es beinhaltete selbstverständlich die notwendigen analytischen Arbeiten, war aber stark handlungsorientiert ausgelegt.
Entscheidend für das Projekt waren vier Arbeitsphasen:

  • Bestandsaufnahme: Die Auswertung von vorliegenden Informationen hinsichtlich einer ersten Bestandsaufnahme spezifischer Kompetenzen und der in Gelsenkirchen bzw. im Emscher-Lippe-Raum bereits laufender Aktivitäten. Am Ende dieses Arbeitsschrittes stand ein Vorschlag für die “Suchräume” (bspw. Metallverarbeitung oder Energie), die für die weitere Projektarbeit zentral waren
  • Befragung von rund 50 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Akteuren in Gelsenkirchen zur ihrer Einschätzung der Nutzung des Standorts, der Einschätzung künftiger Märkte und die hierfür wichtigen Kompetenzen und ihrer Bereitschaft, an der Entwicklung von Kompetenzen mitzuwirken
  • Die Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse im Rahmen von mehreren Workshops
  • Die Erarbeitung eines spezifischen Maßnahmepakets für die weitere Entwicklung der einzelnen Innovationsschwerpunkte und ergänzende Gespräche mit möglichen für die Umsetzung zentralen Promotoren